Vorschrift
Die Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung schreibt vor, dass Unternehmen Ersthelfer ausbilden lassen muss. Die Anzahl der Ersthelfer hängt von der maximalen Anzahl der Mitarbeiter ab, die zur selben Zeit im Betrieb sind: Ab zwei Versicherten muss ein Ersthelfer vor Ort sein, ab 20 Mitarbeitern folgen weitere. Die Unfallversicherung schreibt in Verwaltungs- und Handelsbetrieben 5% der Beschäftigten vor, die als Ersthelfer ernannt sein müssen. In anderen Betrieben sind 10% der Beschäftigten ausgebildet zu sein. Diese Vorgaben ändern sich, je nach Risikomöglichkeiten in den Unternehmen. (Vgl. DGUV §26 (1)) Größere Betriebe müssen neben den Ersthelfern einen betrieblichen Sanitätsdienst und einen Betriebsarzt beschäftigen.

Auch in Urlaubs- oder Krankheitszeiten muss der Arbeitgeber die vorgegebene Anzahl an anwesenden betrieblichen Ersthelfern garantieren.

Die DGUV gibt den Unternehmen strenge Vorgaben, um die Arbeitssicherheit für Angestellte zu garantieren. Neben den Vorgaben zur Anzahl der Ersthelfer, muss die Geschäftsführung Materialien zur Ersten Hilfe stellen, Notruftelefone zur Alarmierung eines Notarztes installieren und Informationsplakate aufhängen. Auf diesen Plakaten sollen neben Erste Hilfe Maßnahmen auch Kontaktdaten der betrieblichen Ersthelfer und der Ort der Materialien und des Behandlungsraumes zu finden sein.

Empfindliche Strafen
Sind die Vorgaben der DGUV nicht erfüllt, kann es zu empfindlichen Strafen kommen. Der jährliche Beitragssatz der Unfallversicherung wird erhöht und es können Geldstrafen auf das Unternehmen zukommen. Außerdem kann es in einigen Fällen zu einer Anzeige wegen Körperverletzung oder sogar fahrlässiger Tötung kommen.

Um solche Folgen zu verhindern, empfehlen wir Ihnen, die Vorgaben der DGUV einzuhalten – alleine schon zu Ihrem Schutz und dem der Mitarbeiter.

Eigeninteresse
Auch Sie als Arbeitgeber könnten in eine Notsituation kommen und von dem Wissen und Können der betrieblichen Ersthelfer mehr als profitieren.



Die Lehrgangskosten übernimmt im Übrigen Ihre Unfallversicherung.